raum in form– Innenarchitektur & Architektur wurde unter der Leitung von Kerstin Bertz-Helmbrecht mit der Planung eines Sanierungsprojekts für ein Einfamilienhaus im Raum Karlsruhe beauftragt. Das Projekt vereint eine umfassende Modernisierung mit einer energetischen Sanierung, individuell abgestimmt auf die ästhetischen Wünsche der Bauherren. Aus einem traditionellen Haus soll ein modernes, offenes Zuhause geschaffen werden, das hell, großzügig und funktional zugleich ist.
Ein zentrales Ziel war es, den engen Flur mit dem abgeschlossenen Treppenhaus zu öffnen und aus den getrennt wirkenden Geschosseinheiten ein offenes, modernes Einfamilienhaus zu schaffen. Dafür wurde in beiden Konzepten der Treppenraum entfernt und ein Luftraum geschaffen, der für ein helles und großzügiges Galeriegefühl direkt im Eingangsbereich sorgt. Eine zusätzliche Herausforderung war die Integration von mehr Stauraum, sowohl in der Küche als auch im schmalen Bestandsflur, in dem der Platz für eine Garderobe fehlte.
Im ersten Konzept wurde der Flur offener gestaltet, wodurch die Garderobe problemlos im hinteren Bereich untergebracht werden konnte. Um den Wohn- und Essbereich miteinander zu verbinden, wurde ein kleinerer Durchbruch eingeplant, der durch einen zweiseitig geöffneten Kamin zusätzlich eine harmonische Verbindung der beiden Räume schuf. Ein Hauswirtschaftsraum wurde vorgesehen, um ausreichend Stauraum für Haushaltsgeräte sowie einen kleinen Arbeitsbereich zu bieten. Die bestehende Terrasse blieb weitgehend erhalten, wurde jedoch durch einen Stufenversatz zu einer großzügigen Fläche ergänzt, die Platz für einen BBQ- und Wellnessbereich bietet. Die Integration des vorhandenen Hangs ermöglicht eine dynamische Abtreppung zur Wiese mit einem Kinderspielbereich. Das Gästebad, das zuvor aus zwei Räumen bestand, wurde zu einem offenen Raum zusammengeführt: Toilette und Dusche befinden sich hinter einer Wand, das Waschbecken liegt direkt gegenüber, sodass der Raum beim Betreten offener wirkt.
Im Obergeschoss wurde im Treppenhaus die Decke zum Spitzboden entfernt, um ein luftigeres Raumgefühl zu schaffen. Das Familienbad erhielt eine Badewanne und Dusche, eine Sitzbank mit Stauraum für Funktionalität und Gemütlichkeit wurde geschickt in Nischen integriert. Auch das Kinderzimmer wurde vergrößert, wobei zusätzlicher Stauraum durch Einbaukommoden in den Dachschrägen geschaffen wurde.
Im zweiten Konzept stand die praktische Nutzung des Raums im Vordergrund: Direkt neben der Eingangstür wurde ein Durchbruch geplant, um eine praktische Nische für die Garderobe zu schaffen. Der Wohn- und Essbereich wurde großzügiger und offener gestaltet, wobei ein Kamin neben dem TV für eine behagliche Atmosphäre sorgt. Auch hier wurde ein Durchbruch zwischen den beiden Bereichen eingeplant, um für mehr Offenheit zu sorgen. Die bestehende Terrasse wurde erweitert und leicht abgestuft, sodass oben ein BBQ-Bereich entsteht und die untere Ebene als gemütlicher Loungebereich mit großzügiger Sitzlounge genutzt werden kann. Das Hauswirtschaftszimmer ist im Vergleich zum ersten Konzept leicht verkleinert, bietet jedoch weiterhin genügend Stauraum. Das Gästebad folgt ebenfalls einer T-Lösung: Das Waschbecken ist beim Betreten direkt sichtbar, Dusche und Toilette sind hinter einer Wand integriert.
Im Obergeschoss wurde die Wand zwischen Bad und Speicher entfernt, die Tür neu positioniert, um mehr Tageslicht zu nutzen. Das Familienbad erhielt eine T-Lösung, während im Kinderzimmer durch einen Kleiderschrank zwei Bereiche für Arbeiten und Schlafen geschaffen wurden.
Im Finalkonzept entschieden sich die Bauherren schließlich für einen begehbaren Garderobenraum, der über einen Durchbruch zur angrenzenden Küche zugänglich ist. Diese Lösung maximiert den Stauraum und trägt gleichzeitig zur offenen Raumgestaltung des Hauses bei. Der Wohn- und Essbereich bleibt offen und fließend, ergänzt durch einen Kamin, der eine gemütliche Atmosphäre schafft. Die Terrasse vereint die besten Ideen der beiden ersten Konzepte: Sie bietet großzügige Flächen für BBQ und Lounge und integriert den Hang sowie die bestehenden Hecken. Das Hauswirtschaftszimmer ist leicht verkleinert, bietet jedoch weiterhin ausreichend Stauraum und einen kleinen Arbeitsbereich. Im Gästebad sorgt die optimierte T-Lösung für eine funktionale und offene Raumwirkung.
Im Obergeschoss wurden Treppenhaus und Decke zum Spitzboden geöffnet, das Familienbad mit Badewanne, Dusche und Sitzbank ausgestattet, ein Einbauschrank in der Dachschräge sorgt für zusätzlichen Stauraum. Das Kinderzimmer wurde offen gestaltet, wobei der Stauraum optimal genutzt wird.
Das Bauvorhaben befindet sich aktuell in der Bauphase. „raum in form– Innenarchitektur & Architektur“ wurde neben der Erstellung der Konzeptpläne, der Ausstattungsplanung und der Ausführungsplanung auch mit der Bauleitung und der Projektsteuerung beauftragt. Die „raum in form– Bau- & Sanierungsgesellschaft“ wurde mit der Ausführung sämtlicher Bauleistungen beauftragt, sodass die geplante Modernisierung nun Schritt für Schritt in die Realität umgesetzt wird.